Am 30.05.2019 veröffentlichte die Zeitung “Westfalen-Blatt” ein Interview mit dem Vorsitzenden der Höverlhofer CDU-Ratsfraktion. Nachzulesen ist der Text hier.

Ich wollte diesen sehr einseitigen Artikel nicht unkommentiert stehen lassen und habe am Tag darauf einen Leserbrief an das Westfalen-Blatt geschickt. Leider wurde dieser nicht in der Zeitung veröffentlicht, weshalb ich ihn nun hier publik mache.

Leserbrief

Mit großer Verwunderung habe ich am 30.05. das in dieser Zeitung veröffentlichte Interview mit dem Vorsitzenden der CDU-Ratsfraktion gelesen. Denn als politisch interessierter Bürger der Sennegemeinde und Beobachter der letzten Ratssitzungen ist mir hierbei eine Leerstelle aufgefallen: neben der erwartbaren Kritik an den Oppositionsfraktionen fehlt ein gewisses Maß an Selbstreflektion vollkommen. Denn auch die CDU-Fraktion und der Bürgermeister waren in den letzten Monaten kein strahlendes Beispiel von Fairness und gutem Miteinander!

Neben Zwischenrufen, Kommentaren und einigen unsachlichen Anmerkungen bleibt vorallem die “Messer-in-den-Rücken”-Legende des Bürgermeisters im Gedächtnis. Vor der versammelten Feuerwehrschaft wurden nicht haltbare Behauptungen gegebüber dem Fraktionsvorsitzenden der FDP, Andre Klocksin, verbreitet, welche auch in dieser Zeitung ihren Platz fanden. Solche Einlassungen haben sicher nicht Platz in einer Gemeinde, in welcher jede politische Partei nur das beste für die Bürgerinnen und Bürger möchte.

Zu einem Konflikt gehören immer zwei Seiten. Und um ein konstruktives politisches Klima zu ermöglichen, welches das werben um die beste politische Idee möglicht macht, müssen alle Seiten ihre eigenen Aussagen und Taten reflektieren und hier auch Kritik zulassen. Vorallem einer Fraktion mit einer absoluten Mehrheit würde es gut zu Gesicht stehen das politische Miteinander proaktiv zu gestalten und zur Mäßigung in der Debatte beizutragen.

Denn mit einem großen Wählervertrauen geht auch eine große Verantwortung einher. Dass sich die CDU dieser bewusst ist habe ich in den letzten Monaten nicht wahrgenommen. Herr Neisens, wenn Ihnen ein gutes Klima im Rat wichtig ist, dann gehen Sie mit gutem Beispiel voran!